Elektrisch in den Urlaub! Das Elektroauto im Ausland laden


Begleiten Sie Ben bei seinen Planungen, mit dem Elektroauto nach Südfrankreich zu reisen

Mit dem Elektroauto in ganz Europa laden

Eine gute Planung ist entscheidend!

Ben möchte mit seinem Renault Zoe Z.E. 50 von seinem Wohnort in Essen nach Südfrankreich reisen. Damit sein umweltfreundlicher Roadtrip besonders entspannt und ohne große Überraschungen verläuft, muss Ben für die rund 1.200 km lange Strecke alles sorgfältig im Voraus planen.

Neben der individuellen Routenplanung mit ausreichenden Ladestationen auf der Reisestrecke und in der Urlaubsregion, ist die Wahl des Ladeanbieters und der Abrechnungssystematik vor dem Reiseantritt zu klären. Darüber hinaus sollte sich Ben über mögliche Pannen und Probleme informieren, die während seines Aufenthaltes im Ausland auftreten können.

Sein Elektrofahrzeug kennen

Für Ben ist es wichtig, sein technisches Grundwissen für das Laden seines Elektrofahrzeugs aufzufrischen! Zunächst macht sich Ben nochmal bewusst, dass sein Renault Zoe über eine 52 kWh Batterie verfügt, der durchschnittlich 17,2 kWh pro 100 km verbraucht und bei einer vollen Akkuladung laut Herstellerangaben eine Reichweite von bis zu 395 km schafft.

Da Ben im Alltag hauptsächlich zu Hause oder am Arbeitsplatz mit dem Typ-2 Ladestecker an Wechselstrom-Ladestationen lädt, vergewissert er sich nochmal, dass sein Elektroauto optional auch mit einem sogenannten Combined Charging System (CCS) über eine 50 kW Gleichstrom-Ladestation deutlich schneller geladen werden kann. Er kriegt schnell heraus, dass in diesem Fall rund 70 Minuten genügen, um 80 Prozent des Akkus aufzuladen. Über diesen Anschluss kann dann sowohl Gleich- als auch Wechselstrom geladen werden.

Schnellladestationen gibt es allerdings nicht überall und müssen in der Routenplanung entsprechend beachtet werden. Was muss Ben in seiner Reiseplanung mit dem Elektroauto noch alles berücksichtigen?

Einheitliche Ladestandards in Europa

Damit in Europa jedes Elektrofahrzeug überall geladen werden kann, wurde das Ladesystem Combined Charging System (CCS) mit Stecker Typ-2 und Combo 2 als einheitlicher Standard festgelegt. Alle europäischen Automobilhersteller unterstützen CCS. Die Festlegung von Typ-2 und Combo 2 als Standardsteckverbindungen gelten bei Ladeleistungen über 3,7 kW für Wechselstrom (Typ-2) und über 50 kW für Gleichstrom (Combo 2).

Das bedeutet für Ben, dass er im Prinzip von Essen quer durch ganz Deutschland bis nach Südfrankreich mit ein und demselben Stecker sein Elektrofahrzeug problemlos laden kann. Aus eigenen Erfahrungen weiß er, dass bei den „Standard-Ladesäulen“ mit Wechselstrom bis maximal 22 kW das Mitführen eines Ladekabels erforderlich sein kann. Dagegen haben Schnellladesäulen mit höheren Ladeleistungen aus sicherheitsgründen hauptsächlich festmontierte Ladekabel.

Ladesituation der Reiseroute

Die Dichte an Ladestationen kann innerhalb Europas stark variieren. Ben setzt sich mit der Ladesituation in seiner individuellen Reiseroute und Urlaubsregion auseinander! Die maximal angegebene Reichweite der Hersteller ist in der Praxis schwer zu realisieren. Ben stuft sich als vorausschauenden Fahrer ein, der auch vor der Abreise einen richtigen Reifendruck sicherstellt, um die Reichweite seines Elektrofahrzeugs positiv zu beeinflussen. Ihm ist auch klar, dass vor allem mögliche Staus auf der Reiseroute die Reichweite seines Elektrofahrzeugs deutlich reduzieren können.

Darüber hinaus gibt es in Europa deutliche Unterschiede bezüglich einer gut ausgebauten Ladeinfrastruktur. Deswegen plant Ben die Reisestrecke anhand der Reichweite seines Elektroautos und den verfügbaren Ladestationen. Dabei nimmt er einen ausreichenden Puffer in Kauf, sodass Staus oder defekte bzw. nicht kompatible Ladestationen nicht zum Problem werden. Gemäß der Reichweite seines Elektroautos prüft Ben, welche Orte entlang der Strecke in einem Abstand von maximal 300 km liegen und eine Ladestation haben. Bei einer Strecke von ca. 1.200 km sollten somit ca. vier Ladepausen eingeplant werden. Um sich einen guten Überblick über vorhandene Ladestationen europaweit zu verschaffen, sind Apps von Anbietern wie Plugsurfing, Chargemap oder NewMotion hilfreich. Nun stellt sich Ben in seiner Reiseplanung die wichtige Frage, welche Anbieter und Abrechnungssysteme es gibt und wie sich diese unterscheiden.

Ladestation 1Ladestation 2Ladestation 30,40 €/kWh0,79 €/ kWh1,10 €/kWh

Ladestromtarife und Ladekarten in Europa

Die Wahl des richtigen Anbieters von Ladestromtarifen im europäischen Raum: Ben prüft welches Modell für seine Reiseplanung am besten passt und wie viele Ladekarten er benötigt! In seiner Routenplanung fallen Ben viele Ladestationen mit unterschiedlichen Abrechnungssystemen auf. Für den Ladevorgang ist meistens eine eigene Ladekarte oder Lade-App notwendig. Im Regelfall muss vorher bei dem entsprechenden Betreiber der Ladesäule eine Registrierung erfolgen. Da seine Route mehrere Länder durchläuft, erscheint für Ben ein europaweites Ladenetzwerk von Roaming-Anbietern wie von Plugsurfing, NewMotion oder Ladenetz sinnvoll.

Durch Roaming-Lösungen können Fahrer von Elektroautos mit einer Ladekarte die Ladestationen mehrerer Betreiber nutzen. Die komplette Abrechnung wird vom Roaming-Anbieter als Service ohne monatliche Grundgebühr übernommen. Der zu zahlende Ladetarif wird allerdings vom Ladesäulenbetreiber festgelegt und kann stark schwanken. Je nach Betreiber gibt es unterschiedliche Preissysteme. Abgerechnet wird die Ladezeit, die geladene Strommenge (je kWh) oder eine bestimmte Startgebühr. Abhängig vom Betreiber können diese Preiskomponenten auch miteinander kombiniert werden. Um nicht in eine Kostenfalle zu geraten, muss sich Ben vor jedem Aufladen mit den Ladekosten auf der Lade-App vertraut machen und sich ausreichend informieren. Falls Ben das Aufladen an Schnellladegeräten einplant, muss er mit deutlich höheren Preisen rechnen als an normalen Ladestationen.

Pleiten, Pech und Pannen im Ausland

Zwar geben die meisten Ladeanbieter über Apps konkrete Hinweise über den Zustand ihrer Ladestationen an, jedoch sind inkompatible oder defekte Ladestationen nie ausgeschlossen. Problematisch wird es, wenn dadurch der eingeplante Puffer nicht eingehalten werden kann und das Elektroauto wegen einer leeren Batterie auf der Strecke liegen bleibt. Für solche Fälle – und Pannen jeglicher Art – bieten viele Automobilhersteller europaweite Pannenhilfen an.

Vor der Abreise erkundigt sich Ben, ob bei Renault diese Leistung als Teil der Fahrzeuggarantie bzw. des Batteriemietvertrags kostenlos als „Renault Z.E. Assistance“ bereitgestellt wird. Dieser Service umfasst u. a. Reparaturen vor Ort und bei leerer Batterie das Abschleppen des Elektrofahrzeugs zur gewünschten Ladestation des Kunden sowie die Bereitstellung von Mobilitätslösungen zur Erreichung es Reiseziels. Ben erfährt, dass dieser Service nur in den Ländern verfügbar ist, in denen Renault ihre Elektroautos verkauft. Das sollte für sein Urlaubsziel Südfrankreich kein Problem darstellen.

Für mehr Flexibilität packt Ben als vorausschauender Fahrer zusätzlich noch eine mobile Ladestation für seine Reise mit ein. Damit kann er im Notfall sein Elektrofahrzeug an jeder normalen Steckdose laden. Eine spezielle Ladesäule wird dabei nicht benötigt.

Die Planung wurde erfolgreich abgeschlossen und alle Vorkehrungen getroffen: Ben kann mit seiner Reise beginnen

Übersicht Roaming-Anbieter

An­bieter Anzahl an Lade­statio­nen Weitere Infor­mati­onen
Plug­surfing 200.000 (europaweit) Lade­vorgänge werden monatlich abge­rechnet
New­Motion 155.000 (europaweit) Lade­vorgänge werden per Last­schrift abge­rechnet
Lade­netz 24.150 (europaweit) Lade­vorgänge werden per Kredit­karte abge­rechnet

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