E-Dienstwagen zu Hause und am Arbeitsplatz laden


Begleiten Sie Ben bei seinem Entscheidungsprozess einen E-Dienstwagen zu nutzen und entdecken Sie was er dabei alles berücksichtigen muss.

Seinen E-Dienstwagen privat und dienstlich aufladen

Auswahl E-Dienstwagen

Vertragliche Grundlage ist das Dienstwagenleasing

In einem Gespräch mit seinem Arbeitgeber werden Ben die Konditionen rund um den E-Dienstwagen aufgezeigt. Sein Arbeitgeber stellt den E-Dienstwagen bereit. Zur Auswahl stehen ein Audi A3 Sportsback 40 TFSI e Plug-In-Hybrid sowie ein rein elektrisch angetriebener BMW i3 120 Ah. Ihm wird vermittelt, dass er sich nach dem Unterschreiben des Leasingvertrags um nichts weiteres kümmern müsste und die Leasingrate derzeit besonders attraktiv sei. Sein E-Dienstwagen sowohl für geschäftliche als auch für private Zwecke kostengünstig zu nutzen, sieht Ben sehr positiv. Er führt sich selber nochmal vor Augen, was ein E-Dienstwagen überhaupt vertraglich für ihn bedeutet:

Bei der Nutzung eines E-Dienstwagens handelt sich um ein Dienstwagenleasing bei dem Ben ein Vertrag gemäß den allgemeinen Leasing-Richtlinien (Kfz-Überlassungsvertrag) unterzeichnet. Für jeden Arbeitgeber gilt grundsätzlich, dass das Leasingfahrzeug bei Privatnutzung einen geldwerten Vorteil darstellt. Dabei handelt es sich um einen Sachbezug, der versteuert werden muss. Dazu verzichtet Ben als Arbeitnehmer auf einen Teil seines Entgelts und bekommt im Gegenzug sein E-Dienstwagen gestellt. Auf seiner Gehaltsabrechnung steht ein reduzierter Barlohn zuzüglich des Sachbezugs des Dienstfahrzeugs. Der positive Nebeneffekt für Ben: er bekommt ein neues Elektrofahrzeug und muss kein Fahrzeug von seinem versteuerten Geld finanzieren. Mit dem Arbeitgeber werden viele Kosten und Serviceleistungen in einer entsprechenden Leasingrate abgedeckt. Dazu zählen Kosten für die Versicherung, Wartung und Reparatur. Je nach vertraglicher Vereinbarung werden auch die Kosten für die Installation und den Betrieb einer Wallbox zu Hause abgebildet oder erstattet.

Im nächsten Schritt informiert sich Ben genauer über die steuerlichen Vorteile aus Arbeitnehmersicht beim Erwerb eines E-Dienstwagens.

Steuerliche Vorteile E-Dienstwagen

Nutzung eines E-Dienstwagens bringt steuerliche Vorteile

Im Gegensatz zu konventionellen Dienstwagen profitiert Ben bei einem E-Dienstwagen besonders von steuerlichen Vergünstigungen und Regelungen für den geldwerten Vorteil. Entscheidet sich Ben für den rein elektrisch betriebenen BMW i3 müsste er 0,25 % vom Bruttolistenpreis des Fahrzeugs (Bemessungsgrenze) als geldwerten Vorteil pro Monat über seine Lohn- und Gehaltsabrechnung versteuern. Der Anteil beim Plug-in Hybrid Audi A3 würde dagegen bei 0,5 % liegen. Zum Vergleich: konventionelle Firmenwagen werden mit 1 % pro Monat versteuert. Die Bemessungsgrenze für reine Elektrofahrzeuge beträgt 60.000 €, sodass sich auch teurere Modelle mit größeren Batterien als Dienstwagen rentieren. Reine Elektrofahrzeuge mit einem Bruttolistenpreis von über 60.000 € werden wie Plug-In-Hybridfahrzeuge mit 0,5 % pro Monat besteuert. Die angebotenen Fahrzeuge für Ben liegen unter der Bemessungsgrenze. Die auf den privaten Nutzungsanteil des Firmenwagens entfallende Steuer über die aufwendigere Fahrtenbuchmethode wird nicht herangezogen, da Ben sein E-Dienstwagen gleichermaßen betrieblich und privat nutzen wird. Diese Besteuerungsmethode ist erst dann sinnvoll, wenn Ben sehr wenige Privatfahrten mit seinem E-Dienstwagen machen würde.

Ben wird als Angestellter regelmäßig mit seinem überlassenen E-Dienstwagen ins Büro pendeln. Damit wird er auch verpflichtet, diese Fahrten ebenfalls als geldwerten Vorteil zu versteuern. Wie sich der geldwerte Vorteil auf das Einkommen und das gewünschte Elektrofahrzeug schlussendlich im Vergleich zu einem konventionellen Pendant auswirkt, kann Ben mit dem Firmenwagenrechner genau ermitteln.

Weitere wichtige Punkte, die zwischen dem Arbeitgeber und Ben geklärt werden müssen, betreffen die Bereitstellung der Ladeinfrastruktur und die Kosten fürs Laden zu Hause sowie am Arbeitsplatz.

E-Dienstwagen Wallbox

Arbeitgeber stellt die Wallbox für die private Nutzung bereit

Der Gesetzgeber hat bei der steuerlichen Behandlung von Wallboxen in den letzten Jahren viele Möglichkeiten geschaffen, wie Arbeitgeber ihren E-Dienstwagenfahrern eine Ladeeinrichtung zu Hause bereitstellen und den Ladestrom abrechnen können. Der Arbeitgeber kann dem Arbeitnehmer die Wallbox schenken, den Kauf bezuschussen, überlassen oder verleihen (unentgeltliche Nutzungsüberlassung). Auch ein Leasing der Wallbox mit anschließender Überlassung wäre eine Option. Für den Fall, dass Ben für den Kauf einer Wallbox einen Zuschuss gewährt bekommt, handelt es sich um einen steuerpflichtigen Sachbezug. Es besteht die Möglichkeit diesen geldwerten Vorteil seitens des Arbeitgebers mit 25 % pauschal zu versteuern. Zudem ist dieser Zuschuss sozialabgabenfrei. Ben wird Eigentümer der Wallbox. Vereinbaren Ben und sein Arbeitgeber eine unentgeltliche Nutzungsüberlassung, so bleibt die Wallbox im Eigentum des Arbeitgebers. Für diesen geldwerten Vorteil fallen weder Lohnsteuer noch Abgaben zur Sozialversicherung an. Um die steuerlichen Vorteile nutzen zu können, muss die Wallbox vom Arbeitgeber zusätzlich zum normalen Lohn und Gehalt überlassen werden.

Die Installation der Wallbox in seinem Mietshaus erfolgt mittlerweile unter erleichterten Bedingungen. Nach den jetzigen Regelungen des Wohnungseigentumsmodernisierungs-Gesetz (WEMoG), welches zum 01.12.2020 in Kraft getreten ist, hat Ben das Recht gegenüber seinem Vermieter bauliche Veränderungen zugunsten der Förderung von Elektromobilität vorzunehmen. Die Kosten für die Installation und Betriebnahme wird mit seinem Arbeitgeber vertraglich geklärt.

Ben stellt sich nun die wichtige Frage, wie die Abrechnung für das private Laden seines E-Dienstwagens zu Hause aussehen wird und was er alles dabei beachten muss.

E-Dienstwagen zu Hause laden

Laden zu Hause mit einem E-Dienstwagen lohnt sich

Die Kosten für das Laden des E-Dienstwagens an der privaten Wallbox werden zur Vereinfachung vom Arbeitgeber über den sogenannten pauschalen (steuerfreien) Auslagenersatz erstattet. Die Höhe der monatlichen Pauschale ist abhängig von der gewählten Antriebsform und der zusätzlichen Verfügbarkeit von Lademöglichkeiten auf dem Firmengelände. Bens neuer Arbeitgeber bietet auf dem eigenen Betriebsgelände mehrere Ladestationen für seine Mitarbeiter an. Sollte sich Ben für den BMW i3 als E-Dienstwagen entscheiden, beträgt die monatlich erstattete Pauschale nach derzeitigem Stand 30 € pro Monat. Für den Audi A3 Plug-In-Hybrid würde Ben 15 € pro Monat bekommen. Gäbe es keine zusätzliche Lademöglichkeit beim Arbeitgeber, erhöht sich der Betrag pro Monat. Durch den pauschalen Auslagenersatz ist kein gesonderter Nachweis des Ladestroms zur Erfassung der gebrauchten kWh notwendig. Würde Bens Arbeitgeber die Stromkosten nicht erstatten, kann der geldwerte Vorteil aus der Privatnutzung des E-Dienstwagens entsprechend gemindert werden.

Einen gesonderten Nachweis müsste Ben über eine Wallbox mit Stromzähler sicherstellen, wenn der Strom für den E-Dienstwagen im Ladevorgang technisch nicht vom Haushaltsstrom genau abgegrenzt werden kann. Eine teurere Wallbox mit geeichtem Stromzähler ist nicht erforderlich, da es sich um eine Vereinbarung zwischen dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer handelt. In den meisten Fällen kann die private Wallbox über ein Netzwerk (oder Mobilfunkverbindung) mit dem Backend des Arbeitgebers verbunden werden. Technisch gesehen wird die Ladestation dafür mit einem OCCP Protokoll und einem integrierten MID Energiezähler ausgestattet. Im Backend können die Ladestatistiken und die Kosten ermittelt und dem Mitarbeiter gutgeschrieben werden.

E-Dienstwagen laden am Arbeitsplatz

Laden am Arbeitsplatz mit einem E-Dienstwagen bringt auch Vorteile

Egal für welches Elektrofahrzeug Ben sich entscheidet, für die Attraktivität eines E-Dienstwagens ist auch die Bereitstellung einer Lademöglichkeit zu günstigen Konditionen am Arbeitsplatz essentiell. Bens Arbeitgeber ermöglicht seinen Mitarbeitern das kostenlose Laden im Betrieb, welches vollständig steuerfrei ist. Die Voraussetzung für diese Steuerbefreiung ist, dass der geldwerte Vorteil zusätzlich zum Gehalt bereitgestellt wird.

Nach dem sich Ben ausführlich Gedanken darüber gemacht hat, ist er nun vollkommen überzeugt und entscheidet sich für einen E-Dienstwagen.


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