Was muss beim Kauf einer Ladestation beachtet werden?


Begleiten Sie Ben bei dem Kauf einer Ladestation als Privatperson und als Unternehmer und erfahren Sie, worauf Ben dabei achten sollte

Der Kauf der richtigen Ladestation

Ben möchte sich nun nach dem Kauf eines Elektroautos auch um eine eigene Ladestation bemühen. Eine Ladestation möchte er an dem Parkplatz seiner kleinen Firma errichten und eine weitere an seinem Mietshaus, in dem er wohnt. Aber worauf muss Ben dabei achten?

Fall 1: Ben ist Unternehmer und möchte eine Ladestation an seiner Firma errichten

Fall 2: Ben ist Privatperson und möchte an seinem Mietshaus eine Wallbox installieren

Firma

Sind die Voraussetzungen gegeben?

Ben betreibt eine kleine Firma, zu dem auch ein Parkplatz gehört. Auf diesem möchte er nun eine Ladesäule errichten, damit seine Kunden die Möglichkeit erhalten ihr Elektroauto zu laden. Ben sollte vorab einen Experten begutachten lassen, ob die benötigten Leitungen für eine Ladesäule vorhanden sind oder ob eventuell noch Grabungsarbeiten notwendig sind. Außerdem muss Ben sein Vorhaben seinem Netzbetreiber melden und mögliche bauliche Veränderungen besprechen.

Ladestationsapp

Die Abrechnung

Als nächstes macht sich Ben Gedanken über das Abrechnungssystem. Da seine Ladesäule öffentlich zugänglich ist, muss sie eichrechtskonform sein. Um das Eichrecht einzuhalten, muss neben der korrekten Erfassung des geladenen Stroms sowie der Zeit, auch die sichere und datenschutzkonforme Verarbeitung der Nutzerdaten gewährleistet werden. Es gibt einige Hersteller auf dem Markt, die eichrechtskonforme Ladesäulen anbieten. Ben sollte sich auch Gedanken darüber machen, ob er den Ladevorgang auf dem Smartphone verfolgen und steuern möchte oder der Fortschritt nur an der Ladesäule angezeigt werden soll, denn nicht alle Ladesäulen sind mit einer App kompatibel.

Ladestationen

Welche Ladesäule?

Im nächsten Schritt, muss geplant werden, welche Ladeleistung die Ladesäule erbringen sollte. Öffentlich zugängliche Ladesäulen sollten eine Ladeleistung von 22 kW aufweisen. Somit bietet Ben vielen Kunden die Möglichkeit, ihr Auto an seiner Ladesäule zu laden. Zudem ist es bei Wechselstromsäulen einfacher, dass Eichrecht umzusetzen. Ben muss sich zusätzlich entscheiden, ob seine Ladesäule mit einem festen Ladekabel installiert werden soll oder nicht. Durch ein festes Ladekabel ist der Komfort höher, da Kunden von Ben kein eigenes Ladekabel mitführen müssen, um zu laden. Die Anschaffung einer Ladesäule mit festem Typ 2 Kabel ist dafür aber etwas teurer und Kunden, die einen Typ 1 Ladestecker an ihrem Auto haben, können die Ladesäule nicht nutzen. Da in Europa der Typ 2 Stecker Standard ist, können die meisten Elektroautos damit laden. Ben sollte diese Faktoren bei seiner Entscheidung beachten.

Förderantrag

Förderung

Ob Ben sich die Installation der Ladesäule fördern lassen kann, erfährt er durch die Fördermitteldatenbank. Hat Ben sich für eine Ladesäule entschieden, kann er einen Experten mit der Installation beauftragen.

Mietshaus

Sind die Voraussetzungen gegeben?

Ben möchte an seinem Mietshaus eine Ladestation anbringen, damit er sein Elektroauto auch zuhause laden kann. Das Mietshaus verfügt über einen eigenen Stellplatz, der nicht öffentlich zugänglich ist. Ben informiert zunächst seinen Vermieter über sein Vorhaben. Seit dem 01.12.2020 hat Ben allerdings das Recht, auf eigene Kosten eine Ladestation zu errichten. Auch bei dem Mietshaus von Ben ist eine Einschätzung von einem Experten vorab empfehlenswert, denn dieser kann begutachten, ob die benötigten Leitungen für den Anschluss einer Wallbox vorhanden und sicher sind.

Informieren Wallbox

Was ist zu beachten?

Ben möchte sein eigenes Auto laden, deshalb kann er die Wallbox über den Haushaltszähler oder Zweitzähler bei einem zusätzlichen Fahrstromtarif laufen lassen. Würde Ben ein Firmenfahrzeug privat laden, muss er die Wahl der Wallbox mit seinem Arbeitgeber abklären, da es verschiedene Abrechnungsmodelle gibt. Alle Informationen über das Laden eines Dienstwagens finden Sie hier. Wichtig ist, dass Ben seinen Netzbetreiber über die Anschaffung einer Wallbox informiert. Wenn Ben eine Förderung für seine Wallbox beantragt, muss zusätzlich sichergestellt sein, dass der Strom aus erneuerbaren Energien stammt. Welche Förderungen für die Installation einer Wallbox zuhause infrage kommen, kann Ben hier nachlesen.

App

Die richtige Wallbox

Wie auch beim ersten Fall, muss Ben sich entscheiden, ob er den Fortschritt des Ladevorgangs mit einer App beobachten bzw. steuern möchte. Die Ladeleistung der Ladesäule muss mindestens dieselbe Höhe aufweisen, wie die Ladeleistung von Bens Auto. Sollte die Wallbox mehr Ladeleistung besitzen ist dies unproblematisch, da das Auto nur die Leistung aufnimmt, die es benötigt. Bei einer Installation der Wallbox am Haus, ist ein angeschlagenes Kabel zu empfehlen, damit man das Auto ganz einfach schnell anschließen kann. Zusätzlich ein Typ 2 Ladekabel zu kaufen ist allerdings sinnvoll, da an öffentlichen Ladestationen nicht immer ein angeschlagenes Kabel vorhanden ist.

PV-Anlage

Kombination mit einer PV-Anlage

Ein weiterer Punkt, den man bei einer Installation am Haus beachten sollte, ist die Kombination einer Wallbox mit einer PV-Anlage. Der erzeugte Solarstrom kann zum Laden des Elektroautos genutzt werden. Mehr Informationen finden Sie hier. Wenn Bens Frau sich in Zukunft auch ein Elektroauto anschaffen möchte, lohnt es sich außerdem eine Wallbox zu kaufen, die zwei Ladepunkte hat.

Ben kann seine gewünschte Wallbox bei Energiedienstleistern, direkt beim Händler oder bei Drittanbietern kaufen. Wichtig ist, dass Ben sich umfassend informiert und auf einen vertrauenswürdigen Händler setzt, bei dem die Ladestationen sich bereits bewährt haben.


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