Elektrisch unterwegs! Das Elektroauto in der heimischen Tiefgarage laden


Ben beantragt eine Wallbox in der Tiefgarage seiner Mietwohnung

Laden als Mieter

Lademöglichkeit

Besteht als Mieter ein Anspruch auf eine Lademöglichkeit?

Ben hat sich dazu entschieden, dass er in der Tiefgarage seiner Wohnung sein Elektrofahrzeug aufladen möchte. Die Wohnung von Ben ist kein Eigentum, sondern er wohnt zur Miete. Hat Ben in seinem Fall also überhaupt Anspruch auf eine Ladestation bzw. Wallbox?

Um dies herauszufinden nimmt sich Ben das sogenannte Wohnungseigentumsmodernisierungsgesetz, kurz WeMog, und das Gebäude-Elektromobilitätsinfrakstruktur-Gesetz, kurz GEIG, zur Hand. Die zentrale Frage die sich Ben stellen muss ist, ob er überhaupt als Mieter den Anspruch auf eine Ladeinfrastruktureinrichtung hat und wer die Kosten trägt. Ziel dieser Beschlüsse ist es, Mietern die Installation einer Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge zu erleichtern.

Anspruch

Anspruch

In Folge dessen hat Ben sich mit grundlegenden Zielen der EU-Richtlinie 2018/844 zur Gesamtenergieffizienz von Gebäuden beschäftigt. Eines dieser Ziele umfasst die Unterstützung des Ausbaus der Ladeinfrastruktur für die Elektromobilität und kommt somit für Ben’s Anliegen wie gerufen.

Seit dem 01.12.2020 hat jeder Mieter einen Anspruch darauf, dass Vermieter den Einbau einer Elektro-Ladestation sowie Maßnahmen zur Barrierereduzierung und zum Einbruchschutz auf Kosten der Mieter gestatten. Somit soll es in Zukunft Wohnungseigentümern und Mietern vereinfacht werden, bauliche Veränderungen am Projekt vorzunehmen.


Vorgehensweise

Somit ist Ben schonmal etwas schlauer und weiß nun, dass sein Vermieter bzw. seine Vermieterin ihm einen Einbau einer Lademöglichkeit ermöglichen muss. Die Kosten für die Installation hat der Mieter, in diesem Fall Ben selbst, zu tragen. Was muss Ben nun konkret tun, damit er schnellstmöglich eine Lademöglichkeit für sein Elektroauto bekommt?

  1. Ben sollte seinen Vermieter von seinem Vorhaben in Kenntnis setzen und dies in Form eines Briefes oder einer E-Mail tun.

  2. Über ein geeignetes Produkt in Form einer Wallbox sollte Ben sich eigenständig informieren und von einer Elektronikfachkraft den Standort absichern lassen. Er sollte während des gesamten Prozesses seinen Vermieter auf dem aktuellen Stand halten und mit ihm im Kontakt stehen.

  1. Im Anschluss ist ein Antrag direkt beim Vermieter zu stellen, ohne gesondert auf eine Frist achten zu müssen.

  2. Ben hat als Mieter ein sogenanntes Recht auf Zustimmung zur Vertragsänderung. Dies besagt, dass der Vermieter nach deutschem Mietrecht innerhalb des BGB’s kein Mitspracherecht in Bezug auf die Ausgestaltung der Maßnahme hat.

  3. Bevor nun die Wallbox installiert werden kann ist zudem der Netzbetreiber zu informieren und gegebenenfalls eine Genehmigung einzuholen. In der Regel erledigt dies aber der Elektrofachbetrieb, welcher für die Installation und Inbetriebnahme der Wallbox zuständig ist.

  1. Nun kann Ben sein Elektroauto endlich laden. Wie der Strom für die Ladung des Fahrzeugs abgerechnet und gezählt wird, muss mit dem Vermieter abgesprochen werden. Viele Netzbetreiber bieten inzwischen auch günstige Autostromtarife an, welche sich für solche Anwendungsfälle von Ben eignen.


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